Neue Behandlungsform im Kampf gegen Krebs

Klinikum St. Georg führt interstitielle Brachytherapie ein

In Kooperation zwischen der Klinik für Hals, Nasen-, Ohrenheilkunde und der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie wurde am Klinikum St. Georg erstmalig eine interstitielle Brachytherapie eines Patienten mit rezidiviertem Kopf-Hals-Tumor durchgeführt. Diese Therapieform wird an nur wenigen Zentren in Deutschland angeboten, die die nötigen technischen Voraussetzungen und die medizinische Expertise mitbringen. Für das Klinikum ist dies ein wichtiger Schritt in der hiesigen onkologischen Versorgung der Patienten. Als interstitielle Brachytherapie bezeichnet man eine spezielle Form der Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle mit Hilfe von Nadeln oder Schläuchen direkt in den Tumor eingeführt wird und diesen von innen heraus zerstört.

Hintergrund Brachytherapie:
Bei der Brachytherapie wird der Tumor von innen oder im direkten Kontakt bestrahlt. Im Vergleich zur weitläufig verbreiteten äußeren Bestrahlung wirkt die Brachytherapie somit gezielter und ist schonender für umliegende Organe. Insbesondere älteren oder multimorbiden Patienten, bei denen ein operativer Eingriff aufgrund des Gesundheitszustandes nicht möglich ist, um den Krebs zu entfernen, kann diese Therapie bei ausgewählten Krebsarten Hoffnung bringen. Auch Lebertumore, welche aufgrund ihrer Größe oder Lage bisher nicht behandelbar waren, werden nun einer Therapie zugänglich.