Telemedizin in der Tumordiagnostik und Tumorbehandlung

Durch die Nutzung neuer Informationstechnologien ist es auch in der Medizin möglich, flächendeckend und über große Distanzen hinweg in kürzester Zeit miteinander zu kommunizieren.

Das ist Telemedizin und diese stellt eine moderne, ärztliche Versorgungsform dar. Es wird somit eine Patientenbetreuung bis in ländlichere Regionen ermöglicht. Sinnbildlich können mit Hilfe eines verzweigten digitalen Netzes anfallende ärztliche Fragestellungen einerseits digital versendet und andererseits untereinander ebenso jederzeit abgerufen werden. Das spart Zeit und ist effizient.

Beispiel dafür ist, dass im peripheren Krankenhaus nachts kein Radiologe (Teleradiologie) vor Ort ist oder auch im ärztlichen Alltag Zweitmeinungen und -befundungen gewünscht sind.

Im Rahmen des ebtablierten Tumornetzwerkes Sachsen am Klinikum St. Georg können über eKonsile Zweitmeinungen fachärztlicher Kollegen angefordert und in interdisziplinären Tumorkonferenzen die Befunde des Betroffenen dank digitaler Kommunikation von Experten gesehen, diskutiert, mitbeurteilt und ggf. auch direkt mit den auswärts tätigen Kollegen in einer Videokonferenz besprochen werden (eTumorkonferenz).  Eine zeitnahe Rückmeldung an die Patienten wäre gegeben.

Angeboten wird eine gebündelte Kompetenz zertifizierter Zentren verschiedenster Fachrichtungen.
Die Zertifikation unterliegt einem hohen Qualitätsanspruch und die Zentren sind verpflichtet, jährlich nachzuweisen, „dass sie die fachlichen Anforderungen für die Behandlung einer Tumorerkrankung erfüllen und zudem über ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem verfügen.“
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft/Zertifizierung

Es ist das Ziel, eine effiziente, zeitnahe Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten und eine gemeinsame Therapieempfehlung für jeden Betroffenen mit einer Tumorerkrankung zu geben. Primär sollte der Patient in seinem gewohnten Umfeld mit regionaler ambulanter oder stationärer ärztlicher Betreuung bleiben können. Das unterstützt auch die Lebensqualität jedes Einzelnen.

Wenn es erforderlich ist, kann die Verlegung in die spezialisierte Klinik erfolgen. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen und die Landesverbände der Krankenkassen gewähren durch einen Zuschlag die Finanzierung dieser Prozessabläufe.

eTumorkonsil und eTumorkonferenz

Das Tumornetzwerk Sachsen hat es sich zum Ziel gemacht, durch die Nutzung von eKonsilen und eTumorkonferenzen die Behandlung von Tumorpatienten zu optimieren. Zwischen den Kooperationspartnern und den fachärztlichen Kollegen verschiedenster Fachrichtungen am Klinikum St. Georg findet ein telemedizinscher Austausch statt.

Funktionsweise THOS

Funktionsweise THOS

Dafür nutzt das Netzwerk die bestehende digitale webbasierte Beratungsplattform "THOS“ (Telehealth Ostsachsen), über die ein Austausch von patientenbezogenen Daten erfolgen kann. Die Befundberichte und Bilder können in hoher Qualität hochgeladen und abgerufen werden. Die Dokumentation, die Beratungsergebnisse und Konsilempfehlungen des interdisziplinären ärztlichen Austausches sowie die Archivierung werden über die "THOS" abgewickelt.

Sämtliche für facharztspezifische Konsilanfragen, als auch für Tumorkonferenzen mittels multilateraler Video-Telefonie notwendige Fachdaten, werden gesichert intersektoral übermittelt.
Die Koordination von Behandlungsabläufen kann so auch ortsunabhängig erfolgen.

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